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Das Kompetenzzentrum für die Erprobung von Steckverbindern und Anschlusstechnologien ist Teil des Bereiches e-Mobility der SGS in Geretsried-Gelting bei München und bietet nun auch Tests nach IPC 9797 an. Diese internationale Richtlinie vom amerikanischen Branchenverband IPC gilt als Standard für die Qualifikations- und Abnahmeanforderungen für Einpressverbindungen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen. Dank der Qualifizierung nach IPC 9797 können Hersteller von Stanzkontakten dies nun über die SGS nachweisen, um neue Kunden im Automobilbau und anderen Branchen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Robustheit hinzugewinnen.

SGS prüft und qualifiziert Steckverbinder und insbesondere deren lötfreie Anbindung an Leiterplatten bereits seit den 1970er Jahren. Nachdem sich diese Anschlusstechnologie in der Telekommunikationsindustrie bewährt hat, entdecken seit einigen Jahren auch die Entwickler anderer Technologien ihre Vorteile. Die hohe Zuverlässigkeit, einfache Verarbeitung und reduzierte Bestückungskosten machen die Einpresstechnik auch für den Einsatz in anderen elektronischen Baugruppen attraktiv. Deshalb haben die SGS-Experten ihr Angebot an Belastungstests nach IEC 60068-2-XX und elektronische Messverfahren nach IC 60512, die Bestandteil der Akkreditierung nach ISO 17025 sind, erweitert. Für die zusätzliche Qualifizierung gemäß dem neuen Prüfstandard IPC 9797 (Press-Fit Standard for Automotive Requirements and other High-Reliability Applications) wurde die Components-Abteilung im rund Viertausend Quadratmeter großen Reliability-Labor ausgebaut.

„Mit der neuen IPC 9797 liegt erstmals ein internationaler und breit akzeptierter Standard vor, der den erweiterten Einsatzmöglichkeiten der Einpresstechnik auch im anspruchsvollen automotiven Umfeld Rechnung trägt,“ erklärt Tilman Heinisch, Head of Mobility bei der SGS in Deutschland. „Dank der Qualifizierung gemäß der international anerkannten IPC 9797 verschaffen sich Zulieferer den Marktzugang, um ihre Stanzkontakte auch außerhalb der klassischen Anwendungen wie Automatisierungs- und Telekommunikationselektronik erfolgreich platzieren zu können. Wir prüfen bereits Einpresskontakte für Leistungshalbleiter nach der neuen IPC Norm, die so auch zum Einsatz in e-Fahrzeugen kommen können,“ weiß Tilman Heinisch zu berichten. Die neuen Anwendungen bringen gleichzeitig neue Anforderungen mit sich. Höhere Einsatztemperaturen, stärkere mechanische Belastungen und größere elektrische Leistungen erfordern neue Strategien bei der Entwicklung, der Fertigung und der Qualifizierung von Einpresskontakten. Dies erklärt Heinisch ausführlich in seinem Fachbuch „Einpresstechnik“ (ISBN: 978-3874802529) zu dem auch zahlreiche Autoren aus den unterschiedlichsten Industriebereichen ihr Fachwissen zum Thema beigesteuert haben.

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Thorsten Vespermann, Tel. +49 (0)40 30101-298, E-Mail: de.presse@sgs.com