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Hautverträglichkeit ist für Verbraucher eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten. Jeder Zweite legt hierauf großen Wert – mehr noch als auf einen günstigen Preis oder eine bekannte Marke. Damit Konsumenten entsprechende Produkte finden, hat das unabhängige Prüfinstitut SGS das Prüfzeichen „Hautverträglichkeit: dermatologisch getestet“ entwickelt.

SGS Dermatologisch Getestet

Hinter dem Siegel steht das weltweit führende Prüf- und Zertifizierungsunternehmen SGS, zu dem auch die Labore von SGS Institut Fresenius gehören. Das Prüfsiegel „Hautverträglichkeit: dermatologisch getestet“ kann für eine ganze Reihe verschiedenster Produkte erworben werden – von Shampoo über Allzweckreiniger bis hin zu Babywindeln.

Folgende Produkte können mit dem Siegel ausgezeichnet werden:

  • Kosmetische Mittel wie Creme, Duschgel, Shampoo, Parfüm oder Badekugeln
  • Reinigungsmittel wie Allzweckreiniger oder Handgeschirrspülmittel
  • Hygieneartikel wie Windeln, Slipeinlagen, Inkontinenzprodukte oder Kosmetiktücher
  • Waschmittel
  • Bedarfsgegenstände wie Handschuhe, Schuheinlagen, Klebe-BHs oder Textilien
  • Rohstoffe für Kosmetik, Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel

Das Prüfverfahren

Die zu untersuchenden Produkte werden einem so genannten Epikutantests unterzogen. Dieser Test dient zum Nachweis einer primären Hautirritation beziehungsweise einer Kontaktallergie mit der zu untersuchenden Substanz und wird an mindestens 30 Probanden vorgenommen.

Je nach Produkt unterscheidet sich im Prüfverfahren, wie die Probanden mit dem Produkt Hautkontakt haben. Alles was länger auf der Haut verbleibt, wie Cremes und Lotions (leave-on Produkte), wird in der Regel okklusiv aufgetragen; also mit einem Pflaster fest abgedeckt. Dieses Pflaster verbleibt für 24 Stunden auf der Haut. Semi-okklusiv, also luft- und wasserdampfdurchlässig, werden Testprodukte abgeklebt, die unmittelbar nach Auftragen wieder abgespült werden (rinse-off Produkte). Tensidhaltige Produkte wie Seifen oder Waschmittel werden in der Regel auf zwei Prozent verdünnt. Auch Tücher oder Windeln können getestet werden, indem sie direkt auf die Haut aufgebracht werden und für 24 Stunden dort verbleiben.

Ganz konkret wird für den Test einer Hautcreme beispielsweise die zu prüfende Substanz auf die klinisch gesunde Haut aufgetragen und mit Hilfe eines speziellen, okklusiven Testpflasters abgedeckt. Parallel werden auch Wasser (Negativstandard) und 0,5 %ige SDS-Lösung (Natriumlaurylsulfat) (Postivstandard) als Kontrollsubstanzen aufgebracht. Schließlich wird das Testpflaster nach 24 Stunden entfernt. Nach weiteren 24 Stunden untersucht ein Dermatologe das Hautbild auf Hautirritationen (Rötungen) und allergische Reaktionen. Eine Abschlussbeurteilung erfolgt nach 48 Stunden.

Jedes Jahr steht eine Wiederholungsprüfung an. Dafür erwerben die SGS-Experten das besiegelte Produkt am Markt und führen die dermatologischen Tests erneut durch.

Die Prüfkriterien

Das Prüfsiegel wird ausschließlich an Produkte verliehen, die ein „sehr gut hautverträglich“ oder ein „gut hautverträglich“ erreichen. Da es für die Beurteilung des Merkmals „Hautverträglichkeit“ im Rahmen des Epikutantests keine gesetzlichen Vorgaben gibt, werden die Beurteilungskriterien der EU Expertenveröffentlichung „Technical document on cosmetic claims“ für „dermatogically tested“ (einsehbar unter: https://ec.europa.eu/docsroom/documents/24847) herangezogen.

Dies bedeutet bei ausreichenden Reaktionen auf den Postivstandard und bei keiner Reaktion auf Wasser:

Semi Okklusiv

  • Sehr gut Hautverträglich: kein Proband zeigt eine Reaktion
  • Gut Hautverträglich: ein Proband zeigt eine Reaktion

Okklusiv

  • Sehr gut Hautverträglich: bis zu 10% mehr Reaktionen als Wasser; bei 30 Probanden und keiner Reaktion könnten bis zu 3 Probanden eine leichte Reaktion zeigen
  • Gut Hautverträglich: 10%-20 % mehr Reaktionen als Wasser; bei 30 Probanden und keiner Reaktion könnten bis zu 3-6 Probanden eine leichte Reaktion zeigen
  • Oder eine mäßige Reaktion auf das Produkt

Zudem findet bei kosmetischen Mitteln eine Prüfung der Deklaration und Kennzeichnung des Produktes gemäß EU- Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 statt.

Das Prüfsiegel „dermatologisch getestet“ nutzen?

Sie sind Hersteller oder Händler und interessieren sich für das Zertifizierungsprogramm Hautverträglichkeit: dermatologisch getestet“, dann sprechen Sie uns gerne an. Nutzen Sie dafür bitte das Kontaktformular auf dieser Seite.