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Mit einem neuen Gebäude für die Probenaufbereitung erweitert SGS Institut Fresenius die Kapazitäten für Untersuchungen von Pestizidrückständen gemäß der Guten Laborpraxis (GLP).

Food samples in lab

Ein entscheidender Schritt bei der Durchführung von GLP-Rückstandsanalysen ist die voranstehende Herstellung aussagekräftiger Proben. Während des Aufbereitungsprozesse ist es daher besonders wichtig darauf zu achten, dass die Teilproben repräsentativ und homogen sind, die Pestizidrückstände in den Proben nicht verändert werden und es zwischen den Proben nicht zu Kreuzkontaminationen kommt.

Das neu erbaute Probenaufbereitungsgebäude in Taunusstein umfasst 300 m² und wurde so konzipiert, dass eine robuste, sichere Probenverarbeitung mit hohem Durchsatz unter umweltfreundlichen Bedingungen möglich ist. Das Gebäude verfügt über sieben separate Einheiten, darunter drei spezielle Probenverarbeitungsräume. Hinzu kommen Probeneingangs-, Sozial- und Sanitärräume sowie eine technische Kontrolleinheit. Die drei Probenverarbeitungsräume ermöglichen die unabhängige Homogenisierung von Boden- und Pflanzenproben. Darüber hinaus wurde ein spezieller Raum zur Segmentierung und Vorverarbeitung des Bodens geschaffen.

Kreuzkontamination vermeiden

Die gesamte Anlage ist mit separaten Belüftungssystemen ausgestattet, wodurch während den einzelnen Arbeitsschritten Kreuzkontamination durch Luft oder Staub vermieden werden. Das hochentwickelte Belüftungssystem wechselt die Raumluft acht bis zehn Mal pro Stunde.

Um das Risiko des chemischen Abbaus zu verringern, wird Trockeneis (-78 °C) verwendet. Dies kühlt zum einen das gesamte verwendete Equipment vor der Verarbeitung stark herunter und kühlt zum anderen während der Homogenisierung, um sicherzustellen, dass die Proben während des gesamten Prozesses tiefgefroren bleiben. Am Standort Taunusstein werden tagtäglich im Hochdurchsatz Proben verarbeitet und somit eine große Menge an Trockeneis verwendet. Es ist daher wichtig, dass das neue Gebäude eine sichere und dabei gleichzeitig effiziente Arbeitsumgebung darstellt.

Speziell für die Rückstandsanalyse werden nur sehr kleine Fraktionen der gebündelten Feldprobe im Labor extrahiert. Daher ist es entscheidend, dass die Rückstände möglichst homogen über die gesamte Probe verteilt sind. Zu diesem Zwecke werden Proben während der Probenhomogenisierung geschnitten, gemahlen und / oder gemischt. Dabei werden bei Pflanzenproben die Zellbarrieren von Erntegewebe und Früchten aufgebrochen und zermahlen. Bei Bodenproben wird die Struktur aufgebrochen und zermahlen. Dabei gilt es zu vermeiden, dass Pestizidrückstände Enzymen oder anderen Faktoren ausgesetzt werden, die zu einem möglichen Abbau führen könnten. Zum Beispiel ist es möglich, dass flüchtige Verbindungen verdampfen und / oder katalytische Effekte durch Kontaktmaterialien auftreten, die die Rückstände verändern könnten. Der entscheidendste negative Einfluss auf die Rückstände ist jedoch die Verfügbarkeit von freiem Wasser. Um dessen Auftreten zu verhindern, wird die Probenhomogenisierung in der Regel unter tiefgefrorenen Bedingungen (Trockeneis) durchgeführt.

GLP-Kompetenzzentrum in Taunusstein

Der Neubau für die Probenvorbereitung rundet nun das Gesamtbild einer qualitativ hochwertigen Probenanalyse in Taunusstein ab, denn der Standort verfügt bereits zuvor über große Lagerkapazitäten unter Tiefkühlbedingungen und hoch moderne Laborkapazitäten, die die Verarbeitung und Analyse von ca. 40.000 Proben pro Saison ermöglichen.

Mit dem neuen Probenaufbereitungsgebäude kann spezifisch auf jede Form von Probenvolumina und Typ reagiert werden. Bei Operator-Exposure-Studien fallen zum Beispiel erhebliche Mengen an Proben (große Probenvolumina) für die Extraktion und Aufarbeitung an, während sich die Probenmenge bei Pollinator-Studien im Bereich unter 100 mg oder ml begrenzt. Die Probenmenge bei Pflanzenversuchen variiert von 1 kg (z.B. Getreide) über 2 kg (Obst und Gemüseproben) bis hin zu mehr als 10 kg für große Gemüse- oder Bodenproben. In der Probenverarbeitung wird eine repräsentative homogene Probengröße zwischen 0,1 und 20 g für die weitere Probenextraktion und Analyse erzeugt.

Die SGS führt weltweit mit jeglichen Kulturpflanzen hochwertige Feldrückstandsversuche durch: Rotational-Crop Studien, DFRs, Tierfutter-Studien, Field soil dissipation / accumulation / leaching Studien, Grund- und Oberflächenwassermonitoring, Non-target Studien mit Arthropoden und Pflanzen. Unser GLP-Feldversuchsnetzwerk umfasst 61 Versuchsstationen in 28 Ländern, die jeweils an ein GLP-Labornetzwerk angebunden sind.

Die speziell auf Pflanzen und E-fate Rückstandsanalysen ausgerichteten GLP-Labore befinden sich in Frankreich, Deutschland, Polen, Ungarn, Schweiz, South Dakota (USA) und Sao Paulo (Brasilien). Durch eine etablierte Probenhomogenisierung für sämtliche Matrices und verschiedenste Probenmengen und Größen ist SGS der ideale Partner für die Rückstandsanalyse, wo immer Sie sich auf der Welt befinden.