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Ab Januar 2020 gelten in der EU neue Kennzeichnungspflichten für gefährliche Gemische. Darunter fallen unter anderem Reinigungs- und Waschmittel. Hersteller und Händler müssen ihre Produkte daher künftig mit dem Unique Formula Identifier (UFI) kennzeichnen. In Notfällen soll der neue Code auf den Produktverpackungen Verbrauchern und den Giftnotrufzentralen dabei helfen, Gemische zweifelsfrei zu identifizieren.

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Hersteller, die gefährliche Gemische in der EU herstellen oder in den Verkehr bringen, haben umfangreiche Pflichten bei der Produktdeklaration. Zu den bereits verbindlichen Warnhinweisen und Gefahrenpiktogrammen kommt ein weiteres Kennzeichnungselement für gefährliche Gemische hinzu.

Ab dem 01.01.2020 müssen zum Beispiel Biozide, Spezialreiniger und andere Reinigungsmittel mit einem einheitlichen Rezepturidentifikator versehen sein, dem Unique Formula Identifier (UFI). Für Waschmittel ist die Kennzeichnung ebenfalls empfohlen. Lediglich Gemische, die als „Gase unter Druck“ und/oder „Explosivstoff“ klassifiziert wurden, sind von dieser Kennzeichnungspflicht ausgenommen.

Wie ist der UFI aufgebaut und wo ist er anzugeben?

Der UFI ist ein 16-stelliger, alphanumerischer Code und dient der harmonisierten Produktmeldung gemäß Anhang VIII der CLP-Verordnung. Diese Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen innerhalb der Europäischen Union. Der Anhang VIII, dessen Inhalte in der Änderungsverordnung VO (EU) 2017/542 stehen, enthält die Bestimmungen zu den Verantwortlichkeiten, zu der Generierung und zur Arbeit mit dem UFI. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat außerdem einen Leitfaden zur Umsetzung von Anhang VIII der CLP-Verordnung veröffentlicht.

Wie Unternehmen den UFI generieren

Der UFI muss je Produkt beziehungsweise je Rezeptur oder Formulierung von den herstellenden Unternehmen selbst generiert werden. Dabei hilft der im Internet verfügbare UFI-Generator der ECHA. Anschließend ist der UFI auf den Verpackungen und gegebenenfalls in Sicherheitsdatenblättern auszuweisen.

Gefährliche Gemische an Giftinformationszentren melden

Zu den neuen Pflichten der Unternehmen gehört es auch, die für die gefährlichen Gemische erzeugten Codes zusammen mit weiteren Informationsdokumenten an die Giftnotrufzentralen zu übermitteln. Das Bundesamt für Verbraucherschutz führt ein Verzeichnis der Giftinformationszentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fristen für die UFI-Kennzeichnung

Unternehmen, die gefährliche Gemische entweder herstellen, importieren oder in ihren Produkten verwenden, müssen folgende Fristen für die Übermittlung der Daten and die Giftnotrufzentralen einhalten. Innerhalb der jeweiligen Frist müssen sie auch den UFI auf den Kennzeichnungsträgern ihrer Produkte angebracht haben.

  • Gemische für private Endverbraucher: 01.01.2020
  • Gemische für gewerbliche Verwendung (außerhalb der Industrie): 01.01.2021
  • Gemische für industrielle Verwendung: 01.01.2024

Übergangsfristen für auf dem Markt befindliche Produkte

Für alle bereits auf dem Markt befindlichen Stoffe und Gemische gilt unabhängig ihres Verwendungstyps eine Übergangsfrist bis zum Januar 2025. Bei Produkten, die in mehrere der Anwendungsgebiete fallen, gilt jeweils die kürzere Frist. Bis zu den oben genannten Daten, gelten die aktuellen nationalen Regelungen weiter.

UFI gewährleistet schnelle Hilfe bei Giftnotrufen

Der UFI soll eine noch effektivere Hilfe bei Giftnotrufen gewährleisten – zum Beispiel, wenn Kleinkinder versehentlich Reinigungsmittel verschluckt haben. In einem solchen Notfall sollen Verbraucher den Code auf den Produktetiketten schnell finden können. Die Giftnotrufzentralen können mit dem UFI ein Gemisch dann zweifelsfrei identifizieren und sofort zu Hilfemaßnahmen raten.

Die Prüfgesellschaft SGS Institut Fresenius unterstützt Hersteller, Importeure und Anwender von (gefährlichen) Gemischen mit Produkttests und Deklarationsprüfungen, wie bei der korrekten Produktkennzeichnung mit dem UFI.

Etikettenprüfung und Labortests für Reinigungsmittel, Waschmittel, Biozide und andere Gemische

  • Kennzeichnungsprüfung nach nationalen und internationalen Vorschriften
  • Quantifizierung und Identifizierung von Inhaltsstoffen wie Duftstoffe, Konservierungsmittel, , Tenside, Lösungsmittel, und biozide Wirkstoffe
  • Analyse auf Verunreinigungen
  • Leistungstests nach internen Methoden von SGS Institut Fresenius
  • Prüfungen nach amtlichen Vorschriften
  • Leistungsprüfungen nach AISE / IKW
  • Entwicklung von neuen Testmethoden
  • Unterstützung und Beratung zur Qualitätssicherung und Produktsicherheit
  • Prüfungen nach den Standards Europäisches Umweltzeichen (EU Ecolabel), Blauer Engel und Nordic Swan

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