Skip to Menu Skip to Search Kontakt Germany Websites & Sprachen Skip to Content

Sekundäre Pflanzenstoffe stehen im Fokus der europäischen Lebensmittelbehörden. Aufgrund ihres gesundheitsgefährdenden Potenzials werden in der EU derzeit Strategien diskutiert, die vor allem das Vorkommen von Pyrrolizidinalkaloiden (PA) und deren N-Oxiden in Lebensmitteln und Futtermitteln minimieren können. Gemäß der aktuellen Risikobewertung wird Herstellern empfohlen – vor allem bei Kräutern, Getreide, pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, Tee und Honig – regelmäßig die PA-Gehalte zu überwachen, um etwaige Belastungen zu identifizieren. Die Labore der SGS können Kunden dabei ab sofort mit einer erweiterten Analytik für pflanzliche Verunreinigungen in Lebens- und Futtermitteln unterstützen.

Pyrrolizidinalkaloide (PA) werden von über 6.000 Pflanzenspezies gebildet. Über 600 dieser sekundären Pflanzenstoffe und ihrer N-Oxide sind bekannt. PA-Verbindungen gelten teilweise als toxisch oder krebserregend. Sie kommen in der Natur etwa in Korbblütlern, Borretschgewächsen und Hülsenfrüchtlern vor. Die Pflanzen bilden sie, um Fraßfeinde wie Raupen oder Insekten abzuwehren. Für den Menschen können PA-Verbindungen ebenfalls in hoher Konzentration gesundheitlich bedenklich werden. Durch Unkräuter können sie zum Beispiel unbeabsichtigt in die Getreideernte gelangen oder durch Fremdsamen und Pollen Kräuter, pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, Tee oder Honig verunreinigen.

Bestimmung von Pyrrolizidinalkaloiden im Labortest

Standardisierte Prüfverfahren oder Grenzwerte für die Beurteilung von PA-Verbindungen existieren bislang nicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen aber, die PA-Gehalte in pflanzlichen Lebens- und Futtermitteln mit Blick auf den derzeit gängigen toxikologischen Referenzwert von 0,007 µg/kg KG/Tag zu minimieren.

Analysespektrum für Pyrrolizidinalkaloide

Das Hamburger Labor der SGS verfügt über Methoden und Standards, um alle derzeit besonders im Fokus stehenden Pyrrolizidinalkaloide (PA) sowie deren N-Oxide in einem geeigneten Bestimmungsrahmen nachzuweisen. Unter anderem untersucht das unabhängige Prüfinstitut Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft auf folgende PA-Verbindungen:

  • Echimidin und Echimidin-N-Oxid
  • Erucifolin und Erucifolin-N-Oxid
  • Europin und Europin-N-Oxid
  • Heliotrin und Heliotrin-N-Oxid
  • Intermedin/Indicin und Intermedin-N-Oxid/Indicin-N-Oxid
  • Jacobin und Jacobin-N-Oxid
  • Lasiocarpin und Lasiocarpin-N-Oxid
  • Lycopsamin und Lycopsamin-N-Oxid
  • Monocrotalin und Monocrotalin-N-Oxid
  • Retrorsin und Retrorsin-N-Oxid
  • Senecionin und Senecionin-N-Oxid
  • Seneciphyllin und Seneciphyllin-N-Oxid
  • Senecivernin und Senecivernin-N-Oxid
  • Senkirkin
  • Trichodesmin

Mittels Flüssigchromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) ist der Nachweis der sekundären Pflanzenstoffen je nach Substanz und Matrix mit Bestimmungsgrenzen von 5,0 µg/kg bis zu 0,1 µg/kg möglich.

Kontaminaten in Lebensmitteln: Beratung und Analytik

Möchten Sie bei Ihren Produkten eine Verunreinigung mit bedenklichen Pflanzenstoffen ausschließen? Möchten Sie sich und Ihre Produktion durch unabhängige Laboranalysen absichern? Die SGS unterstützt mit den geeigneten Prüfungen für Pyrrolizidinalkaloide und deren N-Oxide in Lebens- und Futtermitteln. Sprechen Sie uns gern auf unser umfangreiches Analyse-Spektrum an.

Kontakt

SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH
Agriculture, Food
Maria Oelze
Tegeler Weg 33
D-10589 Berlin
Telefon: +49 (0)30 34607 786

Jetzt eine Anfrage senden