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Für anorganisches Arsen in Reisprodukten gelten ab 2016 in der Europäischen Union erstmalig Höchstwerte. Der Gesetzgeber hat die neuen Grenzwerte mit der Verordnung (EU) Nr. 2015/1006 verbindlich eingeführt. Die SGS unterstützt Unternehmen, die mit Reis handeln oder Reisprodukte herstellen, mit Laboranalysen. Das Prüfinstitut bestimmt toxische Arsenverbindungen in Lebensmitteln durch amtlich anerkannte Untersuchungsverfahren.

Geschliffener Reis – also polierter oder weißer Reis – sowie Parboiled-Reis und geschälter Reis können in den Laboren der SGS ebenso auf anorganisches Arsen getestet werden wie Reiskekse, Reiswaffeln, Reiskräcker oder Reiskuchen. Der Hintergrund: Für diese Substanz gelten für Lebensmittel in der EU erstmalig ab 2016 definierte Höchstgehalte von 0,2 bis 0,3 Milligramm je Kilogramm. Reisprodukte, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder konsumieren oder die als Babynahrung dienen, prüft die SGS auf noch niedrigere Höchstwerte. Reisflocken oder Reisbrei dürfen laut Vorgaben der EU künftig höchstens 0,1 Milligramm anorganisches Arsen je Kilogramm beinhalten.

Verordnung (EU) Nr. 2015/1006 mit neuen Höchstwerten für Kontaminanten

Grundlage der Neuregelung für Arsenverbindungen in Reis ist ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), nach dem die europäische Bevölkerung – insbesondere Kinder unter drei Jahren – deutlich mehr Reisprodukte verzehrt als angenommen.

Da Reis anorganische Arsenverbindungen natürlicher oder anthropogener Herkunft enthält, die beim Menschen Krebs auslösen können, sieht der Gesetzgeber die Grenzwertfestlegung als notwendig an. Die neuen Höchstwerte für anorganisches Arsen gelten ab dem 1. Januar 2016. Lebensmittel, die zu diesem Zeitpunkt bereits rechtmäßig im Verkehr sind, dürfen noch bis zu ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum vermarket werden.

Höchstgehalte für anorganisches Arsen in Reis im Überblick

  • Geschliffener Reis (polierter oder weißer Reis): 0,20 mg/kg
  • Parboiled-Reis und geschälter Reis: 0,25 mg/kg
  • Reisekekse, Reiswaffeln, Reiskräcker und Reiskuchen: 0,30 mg/kg
  • Reis in Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder: 0,10 mg/kg

Bestimmung von Arsenit und Arsenat in Reis und anderen Lebensmitteln

Um eine unzulässige Kontamination mit anorganischem Arsen auszuschließen, untersucht die SGS Lebensmittel mit Hilfe der Atomabsorptionspektrometrie(AAS)-Hybridtechnik. Das Untersuchungsverfahren ist nach § 64 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) anerkannt und kann Gehalte toxischer Arsenverbindungen wie Arsenit (As3+) und Arsenat (As5+) in Getreide und Produkten auf Getreidebasis aufzeigen. Es eignet sich ebenfalls für die Analyse von Fisch, Gemüse, Kaffee, Bier oder von Lebensmitteln für spezielle diätische Zwecke, zum Beispiel Algen.

Für Anfragen zur Analyse von anorganischen Kontaminanten wie Arsen in Reis oder anderen Lebensmitteln nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder wenden sich direkt telefonisch an unsere Experten aus dem Bereich Consumer Testing Services Food.

Kontakt

SGS Germany GmbH
Consumer Testing Services Food / Agricultural Services
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