Skip to Menu Skip to Search Kontakt Germany Websites & Sprachen Skip to Content

Saudi-Arabien ist ein attraktiver Markt. Deutsche Unternehmen haben 2014 Waren im Wert von knapp neun Milliarden Euro in das Königreich geliefert. Das Land steht damit an 26. Stelle der deutschen Handelspartner – noch vor Australien oder sogar EU-Ländern wie Finnland oder Portugal.

Allerdings ist die Lieferung von Waren nach Saudi-Arabien schwieriger als in europäische Nachbarländer. Zum Schutz der nationalen Sicherheit und der Gesundheit des Volkes, aber auch aus kulturellen und religiösen Gründen gibt es grundsätzliche Einfuhrverbote für Produkte wie KFZ mit Rechtslenkung, Schweinefleisch oder Alkohol. Andere unterliegen Importzöllen. Grundlage für jede Lieferung nach Saudi-Arabien ist das Produktkonformitätsprogramm (CoC), das die SASO, die Saudi Arabian Standards Organization, festgelegt hat: Alle Produkte, die ein Unternehmen in das Land liefert, müssen den Standards und technischen Bestimmungen Saudi-Arabiens entsprechen. Die Konformität bescheinigt ein Zertifikat, das jeder Exporteur seiner Lieferung beizufügen hat.

Ein solches Zertifikat stellt ein Prüfunternehmen wie zum Beispiel die SGS aus, das von der SASO autorisiert ist, Produktlieferungen zu kontrollieren. Der Zertifizierer bestätigt, dass die Waren den Einfuhrbestimmungen Saudi-Arabiens entsprechen.

Konformitätsbescheinigung für Saudi-Arabien

Zertifizierungsverfahren brauchen Zeit. Es ist daher für Exporteure besonders wichtig, sich rechtzeitig darum zu kümmern und ein Zertifizierungsunternehmen zu beauftragen. Wird die Ware vom Zoll festgehalten und nicht ins Land gelassen, ist der wirtschaftliche Schaden für den Exporteur oft beträchtlich. Nicht nur die verlorene Zeit und die Organisation kosten Geld, schlimmstenfalls verliert der Lieferant seinen Kunden.

Prüfunternehmen informieren auf Anfrage darüber, welche Produkte Saudi-Arabien zu den Hochrisiko-Produkten zählt (z.B. elektrische Geräte und Zubehör, aber auch Spielzeug) und welche vom CoC ausgenommen sind (Medizin und Medizingeräte, auch bestimmte Nahrungsmittel). Für Kosmetika hat die Saudi Food and Drug Authority (SFDA) gesonderte Regelungen getroffen. Die SGS prüft auch hier, ob Waren mit den Importvorschriften des Königreichs übereinstimmen. Wichtig ist zudem, welche Papiere im Vorfeld benötigt werden, wie die Produkte zu kennzeichnen sind, was im Zertifizierungsprozess gefordert ist und wie lange er dauert. Der Nachweis eines internen Qualitätsmanagements, Testberichte und Inspektionen gehören beispielsweise zum Prozess.

Export beschleunigen

Es gibt aber auch Wege, den Export zu beschleunigen. So bietet die SGS mit dem „Statement of Registration“ einen besonderen Service, der ein ganzes Jahr für Exporte nach Saudi-Arabien gültig ist. Aufgrund der Registrierung kann die SGS den Zertifizierungsprozess noch zügiger abwickeln und das Certificate of Conformity (CoC) erstellen. Wenn keine verderblichen Güter ins Land gebracht werden sollen, entfallen Qualitätsdokumente und Testberichte für jede Lieferung, da diese nach der Erstprüfung für das gesamte Jahr gelten. Außerdem können die Inspektionen selektiv stattfinden, es genügen also Stichproben oder die physische Inspektion ist gar nicht nötig. Auch hier ist es sinnvoll, direkt mit den Experten des Zertifizierungsunternehmens Kontakt aufzunehmen, um zu erfahren, was im konkreten Fall die ideale Lösung für den Export nach Saudi-Arabien ist.

Grundsätzlich empfiehlt es sich also immer, frühzeitig vor dem Export nach Saudi-Arabien oder in jedes andere Land mit Exportbeschränkungen die Fachleute eines Zertifizierungsunternehmens zu Rate zu ziehen. Nur dann ist gesichert, dass unangenehme Überraschungen am Zoll vermieden werden und die Ware ohne Verzögerung ans Ziel und zum Kunden kommt.

Kontakt

SGS Germany GmbH
Governments and Institutions Services
Rödingsmarkt 16
D-20459 Hamburg
t: +49 (0)40 30101-733 

Jetzt eine Anfrage senden