Skip to Menu Skip to Search Kontakt Germany Websites & Sprachen Skip to Content

Die SGS ist in Deutschland führend in der Chain-of-Custody-Zertifizierung von nachhaltiger Fischerei gemäß Marine Stewardship Council (MSC). Ab September 2015 kommt ein überarbeiteter MSC-Standard. Wir informieren Sie vorab.

Fischereiprodukte mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) sind in Deutschland sehr beliebt. In keinem anderen Land gibt es so viele Erzeugnisse aus Fisch und Meeresfrüchten, die die Auszeichnung für nachhaltigen Fischfang und eine verantwortungsvolle Nutzung von Beständen tragen. Über 5.500 MSC-zertifizierte Produkte waren im Jahr 2014 in deutschen Supermärkten zu finden. Die SGS war eine der ersten Prüfstellen, die sich bereits Anfang der 2000er für das MSC-Siegel akkreditierte. Heute ist sie mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent deutschlandweit führend in der Chain-of-Custody-Zertifizierung von nachhaltig gefischten Meerestieren sowie Fischerzeugnissen aus Aquakulturen. Für Hersteller und Händler, die eine Überfischung von Beständen vermeiden wollen, übernimmt die SGS die erforderlichen Kontrollen über alle Produktionsschritte hinweg.

MSC-Standard: Rückverfolgbarkeit im Fokus

Für Händler, Hersteller und Verarbeiter steht bei einer Zertifizierung nach dem MSC-Standard die Rückverfolgbarkeit im Fokus: Sie müssen nach den Vorgaben des Nachhaltigkeits-Standards belegen können, dass ihre MSC-Einkaufsware aus umweltverträglichem Fang stammt und zu jeder Zeit von anderem Fisch unterschieden und nicht vermischt oder verwechselt werden kann. Ein Aufwand, der sich doppelt auszahlt: Denn die Pflicht zur Rückverfolgbarkeit ist ohnehin EU-weit gesetzlich vorgeschrieben. Mögliche Lücken im unternehmenseigenen Rückverfolgbarkeitssystem können im Rahmen der MSC-Zertifizierung, etwa durch Prüfinstitute wie die SGS entdeckt und schnell behoben werden.

Nachhaltige Fischerei liegt bei Deutschen im Trend

Die Bekanntheit des MSC-Logos steigt seit Jahren beständig: 55 Prozent der Deutschen kannten 2012 das blau-weiße Siegel, wie Umfrageergebnisse der Agentur AMR-Marketing Research zeigen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 36 Prozent, 2008 gerade einmal 11 Prozent. Und auch die Kaufbereitschaft der Deutschen entwickelt sich positiv: Signalisierten 2010 noch 65 Prozent ihre Kaufabsicht gegenüber MSC-zertifizierter Ware, äußerten dies 2012 bereits 70 Prozent. Im Jahr 2014 gab es in Deutschland mehr als 5.500 MSC-Produkte im Einzelhandel zu kaufen. Zum Vergleich: In den Niederlanden, in Schweden und im Vereinten Königreich gab es im selben Zeitraum nur jeweils weniger als 2.000 solcher Erzeugnisse im Verkauf.

Das Thema Nachhaltigkeit verbunden mit lückenloser Rückverfolgbarkeit liegt bei den deutschen Bundesbürgern also im Trend. Dies zeigen auch die Ergebnisse der jüngsten SGS-Verbraucherstudie von 2014. Verbraucher wollen wissen, wo ihre Produkte herkommen. Dabei reicht es oftmals nicht mehr, wenn nur das eigene Unternehmen eine „weiße Weste“ hat. Es sollte auch nachweisen, dass es nicht bei „schwarzen Schafen“ einkauft. Mit einer MSC-Zertifizierung können Hersteller, Verarbeiter und Händler gleich beides belegen: Umweltbewusstsein sowie eine nachhaltige Lieferkette.

SGS bietet MSC- sowie ASC-Audits an

Das MSC-Siegel steht für eine nachhaltige Fischerei aus Wildfang. 1997 von der Umweltorganisation WWF und dem Lebensmittelkonzern Unilever gegründet, setzt sich die gemeinnützige Organisation dafür ein, das globale Problem der Überfischung in den Griff zu bekommen. Die Lösung: ein wissenschaftsbasiertes Fischereimanagement, das auf umweltverträgliche Fangmethoden, eine verantwortungsvolle Nutzung der Bestände und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse setzt. Die SGS ist seit 2001 zugelassene Zertifizierungsstelle und bietet interessierten Kunden weltweit Audits im Scope „Single Site & Group Chain of Custody certification“ an. Mit dieser Akkreditierung können die Sachverständigen der SGS auch Audits gemäß des Standards des Aquacultural Stewardshop Council (ASC) durchführen, ein Zertifizierungs- und Kennzeichnungssystem für Fisch und Meeresfrüchte aus verantwortungsvoller Zucht in Aquakulturen.  

Überarbeiteter MSC-Standard ab September 2015

Aktuell steht eine branchenspezifische Anpassung des Rückverfolgbarkeits-Standards an, die am 20. Februar 2015 veröffentlicht wurde. Damit soll der MSC/ASC-Zertifizierungsprozess unterschiedlichen Unternehmenstypen künftig noch besser gerecht werden. Die bisherige Basisversion wurde neu strukturiert und um zwei optionale Versionen ergänzt: eine für Gruppenzertifizierungen von Unternehmen mit mehreren Standorten sowie eine weitere für Unternehmen, die im Endverbrauchergeschäft tätig sind, etwa Restaurants oder Frischtheken.  

Künftig jährliche Zertifizierungen bei MSC

Alle Unternehmen müssen sich künftig jährlich zertifizieren lassen. Damit entfällt das bisherige System, nach dem sich die Kontrollhäufigkeit nach einem risikoorientierten Ansatz ergab. Nur für bestimmte Unternehmenstypen kommt unter besonderen Voraussetzungen eine reduzierte Kontrollfrequenz von 18 Monaten in Frage. Weitere Neuerungen betreffen etwa die Pflicht, bei Wareneingang den Zertifizierungsstatus der Produkte zu bestätigen. Der überarbeitete Standard fokussiert zudem deutlicher auf die Kompetenz des Personals. So werden künftig nicht nur Schulungsunterlagen geprüft, sondern auch während des Audits Interviews mit Mitarbeitern geführt. Die neuen Anforderungen gelten für alle Audits, die ab dem 1. September 2015 durchgeführt werden.  

Kontakt

Weitere Informationen zu den Standards MSC und ASC erhalten Sie bei unserem Customer Service. Fragen Sie auch nach unseren weiteren SGS-Services für die Lebensmittelindustrie.  

SGS Germany GmbH
Europa Allee 12
D-49685 Emstek
t: +49 4473 9439-0