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Die Nachfrage nach Fleisch steigt nicht nur in Nordamerika und Europa beständig, sondern auch in aufstrebenden Märkten in Schwellenländern der ehemaligen dritten Welt. Fleisch, das nicht den Verbrauchererwartungen in Bezug auf Frische, verarbeitete Tierart und Herkunft entspricht, kann jedoch der gesamten Fleischindustrie und auch Verbrauchern empfindlichen Schaden zufügen.

Dies haben die Vorfälle rund um falsche deklarierte Fleischerzeugnisse in der jüngeren Vergangenheit gezeigt. Die an der Versorgungskette von Fleisch arbeitenden Unternehmen müssen deshalb das Vertrauen der Kunden auf globaler Ebene weiter absichern. Die effektivste und wirkungsvollste Maßnahme, um dabei erfolgreich zu sein, ist Transparenz – und zwar Transparenz auf jedem Abschnitt der Lieferkette. Diese fängt bei der Produktion von Futtermitteln an und geht dann weiter über die Mast und den Schlachthof bis hin zum Endkunden. Jeder Schritt der Produktion muss nachvollziehbar und zurück zu verfolgen sein.

In Folge der jüngsten Medienskandale stellen Einzelhandel und Fleischwirtschaft noch höhere Anforderungen an die Versorgungskette: Strengere Kontrollen, bessere Rückverfolgbarkeit und ausgeweitete Haftungspflichten soll es geben. Zweifelsohne gehört dazu auch ein angemessenes und wirkungsvolles Qualitätsmanagement und ein entsprechend implementiertes Managementsystem für Lebensmittelqualität.

Lebensmittelqualität – Bewährte und anerkannte Sicherheitssysteme sind unter anderem:

Sind diese Systeme betriebsintern eingerichtet sowie von unabhängigen Prüfstellen auditiert und zertifiziert worden, gewährleisten sie die Grundlage für korrekte Arbeitsprozesse sowie das Einhalten von Tierschutz und Überwachungsvorschriften. Dass in diesem Zusammenhang Kontrollen und Prüfungen von unabhängigen Dritten durchgeführt werden, dient gleichermaßen Interessenvertretern wie Kunden und Verbrauchern als Beweis für die Bereitschaft der Unternehmen, für Sicherheit und Qualität Sorge zu tragen. Dies darf nicht unterschätzt werden. Die Entscheidung für das richtige Qualitätsmanagementsystem sollte davon abhängen, ob es so leistungsfähig ist, dass es die gesamte Herstellung vom Tierfutter bis zum konfektionierten Fleischprodukt abdecken kann.

Auf dem Bauernhof

Die Produktionskette von Fleisch beginnt nicht bei der Geburt der Tiere, sondern bereits bei der Herstellung des Futters der Elterntiere. Am Futtermittel sowie an den Inhaltsstoffen durchgeführte Laboranalyen stellen sicher, dass Großvieh und Geflügel nur das Tierfutter erhalten, das für ihre jeweilige Art und ihre Ernährungsbedürfnisse genau richtig ist. Diese Tests stellen ebenfalls sicher, dass das Futter nicht mit Krankheitserregern, Chemikalien oder sonstigen Fremdkörpern verseucht ist. So wird der erste wichtige Grundstein für eine erfolgreiche Mast gelegt.

Halter von Großvieh und Geflügel unterscheiden klar zwischen Tierzucht und Tieraufzucht. Diese zwei Prozesse laufen in den meisten Fällen getrennt voneinander ab. Die noch sehr jungen Tiere wechseln von einem Zuchtbetrieb zu einem definierten Zeitpunkt in eine Umgebung, in der sie dann gefüttert und für den Verkauf gemästet werden. In vielen Ländern gibt es Gesetze, die die Bedingungen sowohl für die Aufzucht als auch die Mast der Tiere vorschreiben und die folgenden Aspekte umfassen:

  • Tierschutz
  • Tiergesundheit
  • Monitoring-Programme
  • Tiertransport

Beispiel Geflügelproduktion: Hier gibt es in jeder Phase sowohl in der Hühnerzucht- als auch in Brut- und Mastbetrieben regelmäßige Prüfungen. Angefangen von der Bestandsaufnahme der Tiere bis hin zu Laboranalysen des Futters geben die Kontrollen dem Einzelhändler die Sicherheit, dass entlang der gesamten Lieferkette verantwortungsvoll und entsprechend vorgegebener Qualitätsstandards gearbeitet wird. Gerade auch bei kritischen Themen, wie etwa dem Wohl der Tiere, das den Verbrauchern besonders am Herzen liegt, können ebenfalls Prüfservices, die sogar unangekündigte Kontrollen umfassen können, helfen.

Beim Transport

Der Transport vom Haltungsbetrieb zum Schlachthof kann bei Tieren Stress auslösen und ist deshalb mit Risiken behaftet. Um die Konformität mit den Vorschriften des Tierschutzes zu gewährleisten, fordern sowohl das Qualitätsmanagement der Industrie als auch die Käufer eine unabhängige Aufsicht. Diese kann so ausgestaltet sein, dass Tierschutzsachverständige der SGS die entsprechenden Betriebe aufsuchen, um dort das Verladen der Tiere für den Transport zu überwachen, die Qualifikationen der Betreuer zu verifizieren und zu prüfen, ob der Laderaum über ausreichende Bodenfläche und Höhe verfügt. Dieser Vorgang verschafft eine objektive Bestätigung, dass die geltenden Richtlinien eingehalten werden.

Auf dem Schlachthof

Bei der Ankunft der Tiere im Schlachthof ist es unabdingbar, einen Überblick über die Tiere sowie über die Unterlagen und die Gesundheitsdaten zu bekommen. Kontrolleure und Prüfer arbeiten eng mit dem Personal des Schlachthofs zusammen, um die Ausladeprozesse zu beaufsichtigen und jede neue Ankunft zu protokollieren. Dabei werden die Daten der Tiere mit den Lieferscheinen und den offiziellen Unterlagen verglichen. Diese Dienstleistung kann auf eine Überwachung in den Warte-, Fixier- und Betäubungsbereichen ausgedehnt werden, was eine weitere Konformität mit den Vorschriften darstellt und den Kunden sowie Tierschutzsachverständigen zusätzliche Kontrolle gibt.

Die Qualität und die Quantität der Schlachtkörper sollten darüber hinaus von einer unabhängigen Stelle bewertet werden. Die SGS übernimmt derartige Aufgaben als neutraler Prüfer beispielsweise im Rahmen von Klassifizierungsservices. Diese stellen sicher, dass der Kunde einen fairen Preis bezahlt und dass der Landwirt entsprechend der Qualität, der von ihm gelieferten Tiere, vergütet wird. Die Einstufung der Schweine geschieht entweder mithilfe eines Fat-O-Meaters (FOM) (optische Sonde, 1 Messpunkt) oder eines AutoFOMs (Ultraschall, mehr als 11.000 Messpunkte). Die Schlachtkörper von Rindern, Pferden und Schafen werden nach Augenmaß eingestuft.

Damit die Konformität mit Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit und -qualität gewährleistet werden kann, sind täglich strikte Hygiene-, Veterinär-, Tierschutz- und Verwaltungskontrollen erforderlich. Regelmäßige Inspektionen stellen sicher, dass diese Kontrollen angewandt und vom Personal befolgt werden. Veterinärkontrollen können auch Tierblut- und Gewebeuntersuchungen beinhalten. Für die Durchführung dieser Aufgabe kann ein entsprechend qualifizierter und zertifizierter Partner beauftragt werden.

Herausforderungen im Bereich Tierschutz

Heute machen sich die Verbraucher zunehmend mehr Gedanken über die Behandlung der Tiere. Die Verbraucher sind mit den aktuellen Zuständen in der industriellen Tierhaltung zunehmend weniger einverstanden – zum Beispiel damit, dass junge Ferkel ohne Betäubung kastriert werden. Folglich sucht der Markt nach einer Lösung. Eine Möglichkeit, dieses besondere Problem zu umgehen, ist das Mästen und Schlachten von nicht kastrierten Schweinen. Dies bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich, da Eberfleisch in Einzelfällen unangenehm riechen und schmecken kann – eine neue Problemstellung für die Schlachthöfe, die die SGS lösen kann. Unabhängige Kontrolleure können eine etwaige Geruchsbelastung bei Schweinefleisch feststellen und dieses entsprechend aussortieren. Auch werden hierfür aktuell technisch-analytische Verfahren entwickelt.

Beförderung des Fleisches zum Markt

Nach der Schlachtung müssen Fleischprodukte entbeint, zerlegt, vorbereitet, verpackt und anschließend noch einmal für den Transport verpackt werden. Der Einsatz geeigneter Lebensmittelsicherheitssysteme und die Anwendung unserer Expertise für Aufsichtszwecke stellen sicher, dass die Produkte den Endkunden in idealem Zustand erreichen.

Unabhängige Expertise

SGS weist mehr als 130 Jahre Erfahrung in der Aufsicht landwirtschaftlicher Betriebe auf und verfügt über die erforderlichen Qualifikationen und Kompetenzen sowie die notwendige Ausrüstung, um Futtermittelhersteller, Landwirte, Schlachthöfe und Verarbeitungsbetriebe zu unterstützen. Wir bieten Kontroll-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen für jeden Abschnitt der Versorgungskette. Sprechen Sie uns gerne an, wenn wir Sie Ihre Lieferkette in der Fleischwirtschaft optimieren möchten.

Weitere Informationen zu den auf dieser Seite genannten Themen finde Sie in der Rubrik Landwirtschaft und Lebensmittel.

Ihr Ansprechpartner

SGS Germany GmbH
Thomas Oeltjen
Division Manager
Europa Allee 12
D-49685 Emstek
t: +49 4473 9439-56