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Pyrrolizidinalkaloide sind Stoffe, die viele Pflanzenarten zum Schutz vor Fraßfeinden wie Raupen oder Insekten bilden. So gibt es über 500 verschiedene dieser sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, die zum Beispiel von Pflanzen der Familie der Korbblütler, der Rauhblatt- oder Borretschgewächse und der Hülsenfrüchtler gebildet werden. Pyrrolizidinalkaloide kommen somit in schätzungsweise drei Prozent der bekannten Blühpflanzen vor.

Unbewusst oder als Verunreinigung können Teile solcher Pflanzen, deren Samen oder Pollen in Lebensmittel gelangen und diese mit Pyrrolizidinalkaloiden belasten. Hierzu zählen Lebensmittel wie Honig, Blattgemüse, Salate, Kräuter, Gewürze, Tee, Getreide und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel. Auch Futtermittel können mit Pyrrolizidinalkaloiden belastet sein, sodass möglicherweise selbst tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch über die Nahrungskette Pyrrolizidinalkaloide enthalten können.

Im Sommer 2013 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR erneut auf das gesundheitsschädigende Potenzial der Pyrrolizidinalkaloide hingewiesen, denn zum wiederholen Male wurden die zum Teil als lebertoxisch und krebserregend eingestuften Stoffe in Produkten pflanzlicher Herkunft gefunden.

Doch trotz verschiedener nationaler und internationaler Bewertungsversuche sowie Forderungen, die Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden in bestimmten Lebensmitteln zu minimieren, konnten bislang keine offiziellen Grenzwerte für Lebensmittel und Futtermittel abgeleitet werden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat daher begonnen, das internationale Vorkommen von Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln weiter untersuchen zu lassen.

Die SGS bietet Herstellern und Händlern von Lebensmitteln die Möglichkeit, den Gehalt wichtiger Pyrrolizidinalkaloide mittels hochmoderner LC-MS/MS Analytik zu bestimmen. Das eigens dafür entwickelte Verfahren sowie die Auswahl der Zielsubstanzen basiert auf den aktuellen Empfehlungen des BfR.