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Nach wie vor können Sie im produzierenden Gewerbe von erheblichen Steuererleichterungen profitieren, wenn Sie die Voraussetzungen für den Spitzenausgleich Ihrer Energieverbrauchskosten erfüllen. Allerdings ist dieser jetzt an strengere Bedingungen geknüpft. Sie müssen die Energieeffizienz im Unternehmen nachhaltig verbessern und Ihre Ergebnisse zertifizieren lassen.

Neuregelung und Übergangszeit

Mit Jahresbeginn 2013 gelten neue Regelungen: Wenn Sie in diesem oder dem kommenden Jahr den Spitzenausgleich– also die Entlastung in Sonderfällen nach § 55 EnergieStG und § 10 StromStG – beantragen, müssen Sie darlegen, spätestens im Antragsjahr ein Energiemanagementsystem (EMS) nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem (UMS) nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme)eingeführt zu haben.

Für kleine und mittelständische Unternehmen gelten erleichterte Bedingungen. Sie bekommen die Steuervergünstigungen auch dann, wenn Sie mit kostengünstigeren Systemen Ihre Energieeffizienz verbessern. Auditverfahren nach DIN EN 16427-1 sind für Unternehmen ausreichend, wenn Sie weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und Ihr Jahresumsatz unter 50 Mio. EUR Umsatz liegt.

Die Übergangsphase endet 2015. Ab diesem Jahr müssen Sie für den Spitzenausgleich nachweisen, dass die Zertifizierung nach ISO 50001 oder einem UMS nach EMAS abgeschlossen ist. Dafür brauchen Sie die Bestätigung eines akkreditierten Zertifizierers wie der SGS. Für kleine und mittelständische Unternehmen genügen auch in Zukunft alternative Auditverfahren nach DIN EN 16427-1.

Weitere Voraussetzungen

Zusätzlich haben sich Bundesregierung und Wirtschaft auf branchenübergreifende Effizienzziele geeinigt. Diese muss das produzierende Gewerbe Jahr für Jahr gemeinschaftlich erreichen, um den Spitzenausgleich zu erhalten. Wie die Tabelle zeigt, soll 2015 und 2016 die Energieintensität jährlich um 1,3 Prozent verbessert werden, ab 2017 um 1,35 Prozent:

Ab 2017 wird ein unabhängiges wissenschaftliches Institut im Auftrag der Bundesregierung die Ergebnisse evaluieren und einen Monitorbericht erstellen. Auf dieser Basis sind die Zielwerte für die Antragsjahre 2019 bis 2022 gegebenenfalls anzupassen.

Verfehlt das produzierende Gewerbe insgesamt die Zielwerte, entfällt oder verringert sich der Spitzenausgleich für alle Antragssteller: Erreicht die Wirtschaft die Zielwerte zu mindestens 96 %, gibt es eine Steuerentlastung von 80%, bei 92 % von 60 %. Sie sehen: Gerade unter wirtschaftlichen und steuerlichen Aspekten gewinnt ein effizientes Energiemanagement an Bedeutung. Wir unterstützen Sie gern dabei, ein EMS in Ihrem Betrieb zu implementieren oder auditieren und zertifizieren auf Basis Ihres vorhandenen EMS. Unsere Experten arbeiten seit vielen Jahren branchenübergreifend in diesen Bereichen. Zusätzlich bieten wir Ihnen Fortbildungschancen: Wir qualifizieren Sie und Ihre Mitarbeiter im Rahmen unseres Expertize-me! Programmes Schritt für Schritt zum Experten für Energiemanagement. Hier vermitteln wir Ihnen alle wesentlichen Inhalte von den thematischen Grundlagen bis zum Fachwissen eines Auditors.

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