Skip to Menu Skip to Search Kontakt Germany Websites & Sprachen Skip to Content

Im Rahmen der Gewährleistung von Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln sind vom Gesetzgeber umfangreiche analytische Prüfungen vorgeschrieben. Ob eine entsprechende Analysemethode tatsächlich geeignet ist und zuverlässig arbeitet, muss im Rahmen einer Validierung gezeigt werden. Dabei gelten in Arzneibüchern monographierte Analysenverfahren grundsätzlich als validiert solange keine signifikanten Änderungen vorgenommen wurden. Wenn pharmazeutische Unternehmen externe Labore damit beauftragen, Prüfungen wie Wareneingangskontrolle oder Freigabeprüfungen durchzuführen muss für validierte Methoden ein Methodentransfer oder im Fall von monographierten Methoden eine Methodenverifizierung durchgeführt werden.

Das Ziel einer Methodenvalidierung ist es zu zeigen, dass die Methode für die beabsichtige Anwendung geeignet ist. Ihre regulatorischen Grundlagen hat die U.S. Food and Drug Administration (FDA) in den beiden Anhängen 21 CFR part 210 und 211 festgelegt, in denen die Prinzipien der cGMP beschrieben sind. Die U.S. Pharmakopöe (USP) geht im Kapitel <1225>: „Validation of Compendial Methods“ auf dieses Thema ein und die International Conference of Harmonization (ICH) beschäftigt sich damit im Leitfaden Q2 (R1) („Validation of Analytical Procedures“).
Bei der Methodenverifizierung wird gezeigt, dass eine validierte Methode für seine beabsichtigte Anwendung in einem anderen Labor geeignet ist, zum Beispiel bei einer monographierten Methode. Regulatorische Grundlagen finden sich hier in den USP-Kapiteln <1225> („Validation of Compendial Methods“) und <1226> („Verification of Compendial Methods to show that a method is suitable for is intended purpose“).

Beim dritten Fall, dem Methodentransfer schließlich, wird gezeigt, dass eine validierte Methode erfolgreich in einem zweiten Labor installiert wurde. Die regulatorischen Grundlagen hat hierfür die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im „WHO Expert Committee On Specifiacations For Pharmaceutical Preparation Forty-fifth report, July 2011“ gelegt, wie auch die USP im Kapitel <1224> („Transfer of Analytical Procedures“) und im USP 35 (addendum 1), Seiten 876-877.

Bei allen drei Fällen spielen die folgenden Eigenschaften einer Methode eine Rolle:

  • Spezifität (Specifity): Fähigkeit eines Analysenverfahrens, den Analyten akkurat und störungsfrei in Gegenwart anderer zu erwartender Komponenten, wie zum Beispiel Verunreinigungen, Abbauprodukte oder Matrixbestandteile, erfassen zu können.
  • Linearität (Linearity): Fähigkeit eines Analysenverfahrens, innerhalb eines bestimmten Konzentrationsbereiches Testergebnisse zu erzielen, die der Konzentration des Analyten in der Probe direkt proportional sind.
  • Arbeitsbereich (Range): Intervall zwischen oberer und unterer Konzentration des Analyten in der Probe, über das ein akzeptables Maß an Präzision, Richtigkeit und Linearität gezeigt werden kann.
  • Nachweisgrenze (Limit of Detection, LOD): Geringste Menge des Analyten in der Probe, die noch detektiert, aber nicht mehr quantifiziert werden kann.
  • Bestimmungsgrenze (Limit of Quantification, LOQ): Geringste Menge des Analyten in der Probe, die mit der notwendigen Präzision und Richtigkeit quantifiziert werden kann.
  • Wiederholungspräzision (Repeatability): Maß für die Streuung der Messergebnisse bei wiederholter Durchführung des Analysenverfahrens mit einer homogenen Probe innerhalb eines kurzen Zeitraumes unter denselben Operationsbedingungen (d.h. innerhalb einer Messserie).
  • Vergleichspräzision (Intermediate Precision): Maß für die Streuung der Messergebnisse verschiedener Messserien bei Variation einzelner oder mehrerer Parameter (z.B. Zeit, Bearbeiter, Gerät, Säule, Reagenzien) innerhalb eines Labors.
  • Reproduzierbarkeit (Reproducibility Vergleichspräzision bei Einbeziehung mehrerer Labors (z.B. Ringversuche, Lab-to-lab-Methodentransfer).
  • Richtigkeit (Accuracy): Übereinstimmung zwischen dem gefundenen Analysenwert und dem wahren Analysenwert der Untersuchungsprobe oder einem akzeptierten Referenzwert (z.B. dem Gehaltswert einer ausführlich charakterisierten Referenzsubstanz).
  • Robustheit (Robustness): Maß der Kapazität eines Analysenverfahrens, gegenüber geringen, aber überlegten Änderungen der Methodenparameter stabil zu bleiben. Dies gilt dabei als Hinweis auf die Zuverlässigkeit im Routinebetrieb.

Die rechtzeitige Einbindung eines verlässlichen Partners bereits in der Phase der Entwicklung gibt einem Pharmaunternehmen oder Analytikspezialisten die Sicherheit, dass sie für den gesamten Lebenszyklus eines Produktes einen Back-up-Partner etabliert haben. Gleichzeitig erhöht eine derartige Zusammenarbeit auch die Flexibilität und beschleunigt zeitkritische Schritte.

SGS INSTITUT FRESENIUS hat in seinen Laboren in Berlin und Taunusstein langjährige Erfahrung mit Methodenvalidierung und -verifzierung wie auch Methodentransfer. Gerne erstellen wir für Sie ein passendes Angebot zur Analyse Ihres Produktes. Sprechen Sie uns an.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Birgit Schumacher
SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH
Im Maisel 14
D-65232 Taunusstein
Deutschland
t: +49 6128 744 245
f: +49 6128 744 700

Dr. Hildegard Brümmer
SGS INSTITUT FRESENIUS Berlin GmbH & Co. KG
Tegeler Weg 33
10589 Berlin
t: +49 (30) 34607 500
f: +49 (30) 34607 600

Die SGS-Gruppe ist das weltweit führende Unternehmen in den Bereichen Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren. Wir setzen global anerkannte Maßstäbe für Qualität und Integrität. Mit mehr als 70,000 Mitarbeitern betreiben wir ein internationales Netzwerk von über 1,350 Niederlassungen und Laboratorien.