Skip to Menu Skip to Search Kontakt Germany Websites & Sprachen Skip to Content

Indien bietet interessante Geschäftschancen. Gerade auch für deutsche Spielwarenhersteller. Doch der Markteintritt ist kompliziert. Expertise vor Ort hilft, Handelsbarrieren zu überwinden.

Stand of toy robots

Indiens Wirtschaft boomt. Kein anderes Land der Erde wächst so schnell. „Indien hat das Potenzial, zu einem der größten Konsumgütermärkte zu werden“, analysiert die Deutsche Gesellschaft für Außenwirtschaft. Allein seine große Einwohnerzahl mache das Land als Absatzmarkt interessant. Dazu kämen steigende Einkommen und eine vergleichsweise junge Bevölkerung. Derzeit entdeckt die Spielzeugindustrie Indien als Exportmarkt, stößt beim Markteintritt aber auf Hindernisse.

„Zahlreiche Spielwarenhersteller wünschen sich Hinweise zu indischen Produktanforderungen und Importbestimmungen“, sagt Bernd Jiptner von der internationalen Prüfgesellschaft SGS. „Laut Bericht der EU-Kommission gibt es dort die zweitmeisten Handelsbarrieren der Welt – nach Russland und gleichauf mit China und Brasilien.“

Hilfreich für Export-Willige sei Know-how vor Ort. Die Prüfgesellschaft SGS betreibt im nordindischen Manesar ein akkreditiertes Prüflabor, das auf Spielwaren spezialisiert ist. Die einheimischen Experten kennen die lokalen Bestimmungen und unterstützen ausländische Unternehmen beim Markteintritt.

Handel mit Hürden

Die Einfuhr von Spielzeug nach Indien benötigt ein Konformitätszertifikat in Anlehnung an die Normengruppe ASTM F963/ ISO 8124/ EN 71. Zudem sind Importe nach Indien nur mit einem IEC (Import Export Code) beziehungsweise dem BIC (Business Identification Code) möglich. Beide Nummern stellt die indische Lizenzierungsbehörde, das Directorate General of Foreign Trade, aus. Für Konsumgüter sind außerdem besondere Vorgaben für die Etiketten zu beachten.

„Viele Importvorschriften sind derzeit jedoch im Wandel. Die indische Regierung will die technische Regulierung und Marktüberwachung ausweiten“, sagt SGS-Experte Jiptner. „Es wird für Indien bald neue verpflichtende Umwelt-, Gesundheits- und Verbrauchstandards geben.“ In diesem Zusammenhang ist Ende Oktober 2017 der Bureau of Indian Standard (BIS) Act in Kraft getreten. Das Gesetz erklärt das BIS offiziell zur nationalen Normungsorganisation. Wie künftige Konformitätsbewertungssysteme aussehen, ist jedoch noch ungewiss.

Lokale Expertise hilfreich

„Es ist wichtig, über aktuelle Entwicklungen in Indien auf dem Laufenden zu bleiben“, rät Jiptner Unternehmern, die nach Indien exportieren wollen. Selbst engagiert sich der Spielzeugexperte in der Deutsch-Indischen Arbeitsgruppe Qualitätsinfrastruktur vom Bundeswirtschaftsministerium und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das Gremium will durch einheitliche Normen und Standards bestehende technische Handelsbarrieren abbauen und gleichzeitig die Produktsicherheit im Warenverkehr erhöhen.

Kontakt

SGS Germany GmbH
Consumer and Retail
Bernd Jiptner
Rödingsmarkt 16.
D- 20459 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 30101-840