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Der Wasserkocher sorgt für Streit in deutschen Haushalten. Befindet sich noch Restwasser vom Vortrag im Gerät, kochen es 47 Prozent der Bundesbürger wieder auf. Die andere Hälfte der Deutschen, nämlich 53 Prozent, kippt das Restwasser weg und befüllt den Kocher neu. Vor allem Männer (56 Prozent) und die Generation der über 55-Jährigen (69 Prozent) nutzen lieber frisches Wasser, statt das alte erneut aufzukochen. Der Grund: Jeder Zweite fürchtet sich vor Keimen, jeder Dritte vor im Wasser gelösten Schadstoffen. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage von SGS Institut Fresenius unter 500 Deutschen.

„Die Angst vor abgestandenem Kochwasser ist ein Relikt aus der Zeit der Tauchsieder und Teekessel“, sagt Gisbert Lemke vom Prüflabor SGS Institut Fresenius. „Moderne Küchengeräte werden auf Produktsicherheit geprüft. Verbraucher sollten beim Kauf eines Wasserkochers auf das GS-Siegel achten.“

Infografik Schadstoffe im Wasserkocher

Angst vor Chemikalien im Wasser

36 Prozent der Befragten sorgen sich vor Chemikalien im Restwasser eines Wasserkochers. Beim langen Stehen würden sich schädliche Rückstände wie Nickel oder Bisphenol A aus dem Kocher im Wasser ansammeln. Diese Sorgen seien unbegründet, meint SGS-Experte Gisbert Lemke: „Tatsächlich zeigen Haushaltsgeräte, die wir in unseren Laboren für das GS-Siegel testen, nur selten problematische Belastungen. Für viele Küchengeräte kontrollieren unsere unabhängigen Labore neben der Elektronik zusätzlich die Unbedenklichkeit der verwendeten Materialien.“

Sorge vor Bakterien

Weit verbreitet ist zudem die Angst vor Keimen im Wasser. 54 Prozent der Deutschen kippen das Restwasser aus dem Kocher weg, weil sie sich vor schädlichen Bakterien fürchten. Tatsächlich gibt es überall in der Umwelt Keime, die sich über längere Zeiträume in einem Wasserkocher vermehren können. Für das übrig gebliebene Restwasser ist das jedoch kein Problem. Denn ein erneutes Aufkochen tötet die meisten Keime in der Regel ab.

Unappetitlicher Geschmack

Bleibt also noch die Geschmacksfrage: 59 Prozent der Befragten geben an, dass sie frisches Leitungswasser verwenden, weil sie die Kalkablagerungen am Boden des Wasserkochers unappetitlich finden. Weiteren 31 Prozent schmeckt mehrfach aufgekochtes Wasser eigenen Angaben zu Folge schlicht nicht. „Für einen Fehlgeschmack von mehrfach aufgekochtem Wasser kenne ich jedoch keine wissenschaftlichen Belege“, sagt Gisbert Lemke von SGS Institut Fresenius. „Einige Teekenner empfehlen sogar, Wasser mehrmals aufzukochen. Es bringe die geschmacksbildenden Säuren des Tees besser zur Entfaltung.“ 

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