In Reaktion auf die aktuellen Rückrufe von Eiern und Eiprodukten bietet die Prüfgesellschaft SGS ihren Kunden erweiterte Kapazitäten für Lebensmittelkontrollen auf das Insektizid Fipronil. Unternehmen wenden sich bitte an das Lebensmittel-Labor von SGS Institut Fresenius in Berlin.

Das Pestizidlabor von SGS Institut Fresenius in Berlin unterstützt Unternehmen der Lebensmittelindustrie mit Eilanalysen von Eiern und Eiprodukten. Die Ergebnisse können innerhalb von zwei bis drei Tagen vorliegen.

Zur Bestimmung von Fipronil und seinen Sulfonmetaboliten kommt dabei die Multimethode gemäß DIN EN 15662 zum Einsatz. Die Bestimmungsgrenze für Fipronilgehalte in Eiern liegt bei 0,003 Milligramm je Kilogramm.

Eilanalysen innerhalb von drei Werktagen möglich

Um Analysen von Eiern auf Fipronil zu beauftragen, wenden sich interessierte Unternehmen bitte direkt an das SGS Institut Fresenius in Berlin. Bestandskunden geben bei Aufträgen bitte den Namen ihres jeweiligen Kundenbetreuers mit an.

Kontakt für Aufträge und Probenversand

SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH
Tegeler Weg 33
D - 10589 Berlin

Telefon: +49 (0)30 346 07-700

E-Mail: de.food.berlin@sgs.com

Hintergründe der aktuellen Rückrufe von Eiern

Anfang August veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf Basis einer Mitteilung im Europäischen Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) eine Risikobewertung für Fipronil. Rückstände des Insektizids waren in Eiern aus Legebetrieben in den Niederlanden und Belgien festgestellt worden.

Das sogenannte Breitband-Insektizid wirkt gegen Flöhe, Läuse und Milben. Es darf innerhalb der EU aber nicht in Legebetrieben eingesetzt werden. Dennoch waren Millionen mit Fipronil belastete Eier nach Deutschland geliefert worden. Dies führte zu Produktrückrufen und veranlasste Lebensmittelhändler dazu, Eier bis zur abschließenden Klärung der Sachlage aus dem Verkauf zu nehmen.