Insgesamt drei deutsche Labore der Prüfgesellschaft SGS konnten sich in einem von Volkswagen durchgeführten Ringvergleich qualifizieren. Für die kommenden Jahre sind die Prüfstätten von SGS Institut Fresenius in Herten, Dortmund und Taunusstein zertifiziert, um bestimmte Prüfungen für die werkstoffliche Eignung von Interieur- und Exterieurkomponenten für Kraftfahrzeuge von Volkswagen durchzuführen. Neben den drei Laboren in Deutschland wurden weitere Standorte der SGS in China für die Prüfung von Volkswagen-Komponenten zugelassen.

„Die Labore der SGS sind erste Ansprechpartner, wenn Hersteller von Armaturenbrettern, Dachhimmeln, Konsolen, Sitzbezügen, Türverkleidungen oder Zierleisten Unterstützung bei der Prüfung- und Berichtserstellung für Volkswagen benötigen“, sagt Dr. Lutz Mayer, Senior Division Manager vom SGS Automotive Testhouse Herten, über die Tragweite der Zertifizierung. Er hatte mit seinem Team die Teilnahme an der internationalen Ausschreibung von Volkswagen organisiert. Jetzt erwartet Dr. Mayer, dass die Prüflabore bald noch einiges mehr zu tun haben werden.

Die Zertifizierung der SGS-Labore in Deutschland und China erstreckt sich insgesamt auf über vierzig verschiedene Prüfmethoden, die auf Anbauteile vom Kleinstwagen VW up! bis hin zum Bus von MAN anwendbar sind. Unter anderem zählen dazu die Prüfung von Oberflächen und Geruchsemmissionen, die Untersuchung der Alterung unter dem Einfluss von Klima und Sonnenlicht, Verschleißtests an Textilien und Geweben sowie eine Reihe mechanischer Prüfungen. Das Zertifikat gilt international für den Zeitraum von drei Jahren. Anschließend erfolgt eine Rezertifizierung für weitere drei Jahre.

VW-Zulieferer benötigen Konformitätnachweise

Hersteller, die künftig Komponenten für Fahrzeuge bekannter Marken wie Audi oder Porsche fertigen wollen, müssen die Bauteile einer werkstofflichen Bemusterung durch ein dafür zertifiziertes Labor unterziehen lassen. Grundlage für die Prüfungen ist die Norm VW 52000, die von Volkswagen im März in Kraft gesetzt wurde und konzernweit gilt. Die darin festgehaltenen Vorgaben zur werkstofflichen Bemusterung sollen die Qualität der Prüfberichte vereinheitlichen und den Nachprüfaufwand für den Autokonzern verringern.

SGS für vierzig Prüfmethoden zertifiziert

Insgesamt 62 Prüfvorschriften für Interieur- und Exterieurkomponenten hat Volkswagen im Rahmen des Ringvergleichs ausgeschrieben. „Für unser SGS Automotive Testhouse in Herten wurden gleich vierzig Prüfmethoden auf Anhieb zertifiziert“, sagt Senior Division Manager Dr. Lutz Mayer. Dabei war das Spektrum der angefragten Prüfmethoden sehr breit gefächert. Es reichte von der Bestimmung der Diffusionsbeständigkeit von Polyethylen-Kraftstoffbehältern über die Kratzbeständigkeit und Mikroporendichte von verchromten Bauteilen bis hin zur Verformbarkeit von Elastomerkomponenten oder der Prüfung des Verschleiß- und Fremdpillingverhaltens von Polsterstoffen.

Zulieferer, die eine werkstoffliche Begutachtung gemäß der Konzernnorm VW 52000 von Volkswagen benötigen, wenden sich bitte an das SGS Automotive Testhouse Herten.

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