Weltpremiere für die urbane Landwirtschaft: Das unabhängige Prüfinstitut SGS hat den ersten Betreiber von Indoor-Farmen nach dem Qualitätsstandard GLOBALG.A.P. zertifiziert. Das Berliner Unternehmen INFARM entwickelt und betreibt Innenraum-Treibhäuser für Supermärkte. Mit der neuen Technologie werden Kräuter, Blattgemüse und Salat unmittelbar dort angebaut und geerntet, wo Verbraucher Lebensmittel kaufen: direkt im Geschäft. In den geschlossenen Systemen werden die Grünpflanzen automatisiert mit Licht, Nährstoffen und Wasser versorgt. Erste „Instore-Farmen“ sind in Filialen von METRO Cash & Carry in Berlin und Makro in Antwerpen in Betrieb.

Die Zertifizierung durch die SGS ist für die Entwickler ein wichtiger Schritt. Sie bestätigt, dass die Indoor-Farmen nach guter landwirtschaftlicher Praxis betrieben und von einer unabhängigen Kontrollstelle überwacht werden. Viele Supermärkte verlangen von ihren Zulieferern aus Landwirtschaft, Gartenbau und Aquakultur ein gültiges GLOBALG.A.P.-Zertifikat, bevor sie deren Produkte ins Sortiment aufnehmen. Auf der diesjährigen Fruit Logistica in Berlin überreichten die Prüfer der SGS dem Betreiber INFARM offiziell das Zertifikat.

Ungewöhnlicher Prüfauftrag in der vertikalen Landwirtschaft

„Da sonst Gemüsebetriebe oder Obstplantagen nach GLOBALG.A.P. auditiert werden, mussten wir die Prüfkriterien für die Instore-Farm erst adaptieren“, sagt Betina Jahn vom Zertifizierer SGS. „Daran haben unsere Spezialisten gemeinsam mit dem Standardgeber FoodPLUS gearbeitet. Das Ergebnis ist ein belastbares Vorgehen, das auch künftig für weitere Indoor-Farmen angewendet werden kann.“

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