Kürzlich mussten die Prüfer der SGS hoch hinaus: Im Kölner Dom haben die Materialexperten die St. Petersglocke per Ultraschall überprüft. Der „Dicke Pitter“ ist die größte, frei schwingend geläutete Kirchenglocke der Welt. Ihre Aufhängung muss daher großen Belastungen standhalten. Die Dombauhütte Köln hatte die Untersuchung beauftragt, um Materialfehler und Verschleiß am Wahrzeichen der Stadt auszuschließen.

Die Glocken in Deutschlands Kirchen müssen einiges aushalten. Bei jedem Geläut wirken enorme Kräfte auf die teilweise vor mehreren hundert Jahren gegossenen Klangkörper. So schlägt ein Klöppel mitunter bis zum Tausendfachen der Erdbeschleunigung an die Glockenwand an. Bei diesen Belastungen, die über Jahre hinweg auftreten, können kleinste Konstruktionsfehler oder Schwachstellen im Material zum Problem werden. Um frühzeitig Materialfehler in Glockenkonstruktionen zu entdecken, kommen daher immer häufiger moderne Prüfverfahren zum Einsatz.

NDT-Prüfung der SGS im Kölner Dom

Kürzlich hat die SGS im Auftrag der Dombauhütte Köln die St. Petersglocke im Südturm des Kölner Doms per Ultraschall überprüft. Besonders deren Aufhängung hat schwer zu tragen. Mit einem Gewicht von rund 24.000 kg ist der sogenannte „Dicke Pitter“ des Kölner Domgeläuts die größte frei schwingend geläutete Kirchenglocke der Welt. Die Materialexperten der SGS führten per Impuls-Echo Verfahren eine Volumenprüfung an der Glocke durch. Dieses setzen sie sonst für Qualitätskontrollen von Metallverbindungen im Industriesektor ein, etwa zur Prüfung von Schweißnähten, Rohren oder Eisenbahnschienen.

Da die Experten der SGS bei ihren Prüfungen keine offensichtlichen Gussfehler erkennen konnten, müssen nun noch weitere, zusätzliche Untersuchungen folgen. Auch die kleinste Schwachstelle im Material des Kölner Wahrzeichens soll damit ausgeschlossen werden.