Die Norm DIN EN 1090 stellt strenge Anforderungen an Metallbaubetriebe, darunter die regelmäßige, zerstörungsfreie Prüfung von Schweißnähten. Je Bauteil und Schweißnaht ist dafür ein geeignetes Verfahren zu wählen. Prüfen muss ein qualifizierter Experte. Herausfordernd für Betriebe, die dafür keine technischen Möglichkeiten oder kein geschultes Personal haben. Doch wird nachlässig geprüft, droht der Verlust der Zertifizierung. Dann helfen externe Sachverständige. Die Materialprüfer der SGS erledigen die geforderten Qualitätskontrollen norm- und fristgerecht.

Betriebe, die tragende Stahl- und Aluminiumbauteile innerhalb der EU in Verkehr bringen, müssen nach der DIN EN 1090 arbeiten und zertifiziert sein. Die Norm enthält Vorgaben zur Montage der Bauteile, zur Oberflächenbehandlung und zu akzeptierten Toleranzen. Zentral sind davon die Anforderungen an die betriebsinternen Kontroll- und Prüfmaßnahmen. Diese müssen nach einem festen Plan erfolgen. So schreibt die Norm an kritischen Schweißnähten Ultraschall- oder Durchstrahlungsprüfungen vor – je nach Beanspruchungsart und den verschiedenen Ausführungsklassen (EXC1 bis EXC4).

„Ob die zerstörungsfreien Prüfungen im geforderten Umfang tatsächlich durchgeführt wurden, wird gemäß der DIN EN 1090 turnusmäßig von den Benannten Stellen genau kontrolliert. Gibt es Lücken oder wurden Vorschriften nicht eingehalten, stehen die Zertifizierung und der Geschäftsbetrieb auf dem Spiel“, warnt Mike Müller von der Prüfgesellschaft SGS. Denn vielen Metallbaubetrieben fehle mitunter das Know-how zur Auswahl geeigneter Prüfverfahren, das qualifizierte Personal und das nötige technische Equipment.

Prüfpartner der Metallindustrie

Die SGS unterstützt Hersteller von Stahl- und Aluminiumkonstruktionen mit zerstörungsfreien Prüfungen beim Einhalten der DIN EN 1090. Das unabhängige Prüfunternehmen ist deutschlandweit aktiv und berät bei der richtigen Auswahl der Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) in Übereinstimmung mit der DIN EN ISO 17635. Gleichzeitig verfügt die SGS über qualifiziertes Personal der Stufe 2 nach DIN EN ISO 9712 und kann im Auftrag der Metallbaubetriebe die geforderten Schweißnahtprüfungen übernehmen.

Die Leistungen von der SGS umfassen unter anderem:

  • Beratung bei der Auswahl geeigneter Prüfverfahren nach DIN EN 1090
  • ZfP-Verfahren (NDT, Non-destructive testing) zur Prüfung von Schweißnähten
  • Sichtprüfung (VT)
  • Eindringprüfung (PT) nach DIN EN ISO 3452-1
  • Magnetpulverprüfung (MT) nach DIN EN ISO 17638
  • Ultraschallprüfung (UT) nach DIN EN ISO 17640, DIN EN ISO 23279 Durchstrahlungsprüfung (RT) nach DIN EN ISO 17636-1
  • Sonderprüfverfahren bei speziellen Bauteilen oder komplexen Schweißnahtgeometrien (z.B. UT Phased Array, Digitale Radiographie, TOFD)
  • Mechanisch-technologische Prüfungen (z.B. Härteprüfung, makroskopische Untersuchungen, Korrosionstests)

Sollten Sie in diesen Feldern Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns an. Unsere regionalen Service Center stehen Ihnen gerne mit ihrer Expertise zur Seite.

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SGS Germany GmbH
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