Nach den Lockerungen der Ausfuhrkontrolle und der Sanktionen gegen den Iran im Januar 2016 rechnet die deutsche Wirtschaft mit Milliardengeschäften. Gerade in den Bereichen Maschinenbau oder erneuerbare Energien bestehen große Marktchancen. Auch andere Industriezweige erwarten zusätzliche Exporte. Laut der deutschen Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing (Germany Trade & Invest, GTAI) gehört der Iran momentan zu einem der vielversprechendsten Absatzmärkte für deutsche Produkte. Doch für Warenlieferungen in den Iran bleiben nach wie vor einige Hürden.

Export in den Iran: Was ist zu beachten?

„Die gelockerten Sanktionen bedeuten weder, dass jedes Gut ungeprüft in den Iran exportiert werden kann, noch dass der Iran jede Ware unkontrolliert ins Land lässt“, erklärt Gunnar Siebert vom internationalen Warenprüfkonzern SGS. „Einerseits brauchen Unternehmen bei sogenannten „Dual-Use-Gütern“ Ausfuhrgenehmigungen. Andererseits bestehen umfangreiche Zertifizierungspflichten und Inspektionsauflagen. Viele Waren benötigen zudem spezielle Konformitätsbescheinigungen.“

Ministry of Health (MOH) fordert Audits

Für Importe von Lebensmitteln, Getränken, Kosmetik und Hygieneprodukten schreibt das iranische Gesundheitsministerium (Ministry of Health, MOH) meist lokale Audits der ausländischen Produktionsstätten vor. Diese werden häufig als GMP Audit Services bezeichnet und orientieren sich an internationalen Standards der Lebensmittelindustrie wie HACCP, ISO 22000, BRC oder IFS. Ferner wird in der Regel auch ein so genanntes Visual Free Sale Certificate Approval (VFSC) gefordert, bei dem ebenfalls Inspektoren der SGS unterstützen können.

ISIRI Standards und INSO-Zertifikat für Exporte

Seit 2001 gibt es ein Produktzertifizierungsprogramm im Iran. Die iranische Standardisierungsbehörde (Iran National Standard Organization, INSO) veröffentlicht und aktualisiert regelmäßig eine Güterliste mit zertifizierungspflichtigen Waren und den dazugehörenden Standards, denen die Güter entsprechen müssen. Dieses vormals unter dem Namen ISIRI bekannte Prüfprogramm soll den Nachweis darüber liefern, dass die importierten Waren den iranischen Bestimmungen entsprechen. Die SGS ist akkreditiert, die geforderten Warenprüfung und Konformitätsbewertungen sowie die entsprechenden Inspektionszertifikate (Certificate of Inspection, CoI) auszustellen.

Central Bank of Iran: Letter of Credit (LC) Services

Bei Akkreditivgeschäften müssen Warenlieferungen in der Regel unabhängig von der INSO bzw. ISIRI-Liste nach Anforderungen der iranischen Zentralbank (Central Bank of Iran, CBI) mit einem Konformitätszertifikat ausgestattet werden. Die SGS kann die in diesem Zusammenhang geforderten Vorverschiffungskontrollen (pre-shipment inspection, PSI) vornehmen und bestätigen, dass die Güter in Qualität, Quantität und Produktverpackung den entsprechenden Spezifikationen entsprechen.

Zertifikate und Inspektionen für den Iran-Export

Als weltweit führendes Prüf- und Zertifizierungsunternehmen ist die SGS bereits seit vielen Jahrzehnten Ansprechpartner für Exporte in den Iran – sowohl für deutsche und europäische Exporteure als auch vor Ort in Teheran mit einem eigenen Landesbüro. Nutzen Sie für Ihre Warenlieferungen in den Iran das weltweite Netzwerk und die unabhängige Expertise der SGS. Sprechen Sie und an für:

  • Zertifizierung nach INSO (ehemals ISIRI) Standards
  • Vorverschiffungskontrollen (PSI) gemäß Letter of Credit
  • Good manufacturing practice (GMP) Audit Services
  • Visual free sales certificate (FSC) Genehmigungsservice
  • Price verification

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